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Das Internet – Die Möglichkeit für den kleinen,
talentierten Einzelnen!
Wir befinden uns im demokratischen Athen vor unserer
Zeitrechnung und wohnen einer monatlichen Versammlung bei. Jeder, der etwas
zu sagen hat, bereitet sich auf seinen Auftritt vor und die interessanteste
und am besten vorgetragene Rede erhält den größten Beifall. Viele sind mit
ihr einverstanden, und dann kommt die Abstimmung. Der beste Redner hatte
viele überzeugt und auf seine Seite gestellt. Das nennt man heute
Basisdemokratie. Der Staat war noch ziemlich schwach organisiert und die
umliegenden Stadtstaaten und Länder verfügten über Könige oder andere,
kleinere, führende Gruppen.
Wie konnte diese kleine Minderheit ihre Freiheit trotzdem
bewahren? Indem sie sie liebten, die Unbezahlbare. Natürlich blieb sie ihnen
nicht allzu lange erhalten. Vor allem, weil teilweise große Schreier zu
großen Einfluss hatten. Es war der erste Versuch und das Ergebnis war nicht
gerade das erfolgreichste, aber unheimlich süß.
Dann kamen die Römer, die auf ihrem Weg zur Größe, ihre
alten Ideale der Freiheit und Republik wieder vergessen hatten. Der
freiheitsliebende und gebildete Grieche wurde auf dem Altar des
Staatinteresses und der Gemeinschaft, von der natürlich nur einige wenige
profitierten, geopfert.
Das Mittelalter war noch schlimmer. Die barbarischen
Herrscher, unterstützt durch die lebensverneinende, kirchliche Dogmatik und
ihre gut durchorganisierten Institutionen, unterdrückten alles, was da einem
freien Willen glich.
Erst die französische Revolution vermittelte den
Eindruck, dass sich etwas im Menschen geregt hatte, und er sein Joch abwerfen
wollte, um sich dann sofort einem Napoleon zu unterwerfen. Aber der Funke
hatte das Feuer entfacht. Schon vorher hatte Gutenbergs Erfindung den
Durchbruch des Protestantismus möglich gemacht. Bevor die Mächtigen
bemerkten, welche Kraft in der Verbreitung von Information liegt und sie
versuchten, es entweder zu unterdrücken oder in ihre eigenen Dienste zu
stellen, war es ihnen durch die Hände gerutscht.
Langsam verlangte der Mensch immer mehr Selbständigkeit
und individuelle Freiheit. Aber immer wieder gelang es dem Staat, seinen
Diktatoren und Handlangern, wenn auch nicht endgültig, die neuen
Informationsverbreitungsmöglichkeiten, heute nennen wir das “Medien“, unter
Kontrolle zu bringen. Hitler und Goebels benutzten diese fast bis zur Perfektion
als Instrument der Volksverdummung.
Und wie sieht das alles heute aus? Es gibt
Monopol-Unternehmen, die bestimmen, was wir hören oder sehen sollen. Diese
entstehen durch Eingriffe des Staates und Gesetze, wie zum Beispiel das
Autorenrecht. Mit diesem wird nicht (wie zum Beispiel in der Literatur) der
Schriftsteller geschützt, weil er sowieso meist nur “ein Butterbrot und ein
Ei“ für seine Arbeit bekommt, sondern die Verlage, die das Recht für sich in
Anspruch nehmen, als einzige ein bestimmtes Werk veröffentlichen zu dürfen.
Und jetzt kommt plötzlich, wie aus heiterem Himmel, das
Internet und mit ihm verschiedene Dienstleister, die es dem kleinen,
talentierten Einzelnen möglich machen, alles zu veröffentlichen, was er für
gut hält. Natürlich gibt es viel Abfall und Ausschuss, und Szerb Antal sagt
in seinem Buch “A világ irodalom története“, dass das Niveau der Kunst sänke,
wäre es nicht mehr durch eine kleine Elite bestimmt, sondern für die
Allgemeinheit erreichbar. Ich aber bin überzeugt, dass das Volk keine Elite
braucht, die ihm sagt, was gut oder schlecht ist. Das einfache Volk wird
seine Kenntnisse immer weiter verbessern und für sich selbst entscheiden
können. Das Internet ist diese Möglichkeit für die kleinen, endlich
selbständig zu werden.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Freitag, 24. Oktober 2014
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